Eileen Gray gehörte zu den wichtigsten Architektinnen und Designerinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Ihr “adjustable table” ist auch heute noch eine Stilikone. 1929 baute sie sich ein Refugium an
der Côte d’Azur, ein diskretes, avantgardistisches Meisterwerk. Sie nannte es E.1027, eine Kombination aus ihren Initialen und denen ihres damaligen Partners Jean Badovici.
Als Le Corbusier das Haus entdeckte, war er fasziniert und besessen. Später überzog er die Wände mit Wandmalereien und veröffentlichte Fotos davon. Gray bezeichnete diese Malereien als
Vandalismus und forderte ihre Rücknahme. Le Corbusier ignorierte diesen Wunsch und baute stattdessen sein berühmtes Le Cabanon direkt hinter E.1027...
Der Film “E.1027”, den wir in Kooperation mit dem Stuttgarter Haus für Film und Medien präsentieren, zeigt diese Geschichte auf eindrückliche Weise. Es geht hierbei um die Macht des weiblichen
Ausdrucks - und den Wunsch der Männer, ihn zu kontrollieren. Im Anschluss an die Filmvorführung beleuchten wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen, die sich Gestalterinnen vor
100 Jahren stellten - und fragen, was Gemeinsamkeiten mit und Unterschiede zur heutigen Situation sind…
E.1027 - Eileen Gray und das Haus am Meer
Termin: Mittwoch 08.April, 20-22Uhr
Podiumsdiskussion: Astrid Beyer (HFM - Moderation), Bernita LeGerrette (BDA), Katja Knaus (Yonder)
Ort: Atelier am Bollwerk, Hohe Straße 26, 70176 Stuttgart
Eintritt: 10,50€
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Haus für Film und Medien Stuttgart.